AIDS-Hilfe Lausitz e.V. on Tour zum 36. CSD Berlin

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Der 36. Christopher Street Day (CSD) zog am 21. Juni durch Berlin. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Intersexuelle, Queere (LGBTIQ), Heteros und andere zog es auf die Straßen der Hauptstadt um für LGBTIQ-Menschenrechte zu demonstrieren.

Sechs Forderungen richtete der CSD Berlin e.V. an die Gesellschaft:
1. Homo- und Transfeindlichkeit: Diskriminierung, Verfolgung und Kriminalisierung lesbischwultransinter* Menschen muss international geächtet und sanktioniert werden.
2. Gleichstellung: Die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität gehören in Artikel 3 GG.
3. Gesellschaftliche Vielfalt muss aktiv gefördert werden.
4. Lesbische Sichtbarkeit muss gestärkt und die gesamte lesbischwultransinter* Vielfalt stärker abgebildet werden!
5. Gesellschaftliche Teilhabe von HIV-positiven Menschen
6. Unterschiede respektieren, Vielfalt genießen!

Mit Eröffnungsreden startete die Demo mittags am Kurfürstendamm. Eine 25-köpfige Drag-Gruppe bildete den Kopf der Parade und symbolisierte Nationen, die LGBTIQ-Rechte mit Füßen treten. Darunter auch Nationen, in denen Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität verfolgt und getötet werden.
Mit dekorierten Wagen und Fußgruppen ging es durch die Straßen Berlins in Richtung Siegessäule. Unter den Demonstranten waren der AIDS-Hilfe Lausitz e.V. und der CSD Cottbus e.V. zu finden. Ehrenamtliche aus Cottbus und Forst (Lausitz) waren nach Berlin gefahren, um Menschen zu treffen, Kondome und Flyer zu verteilen.
Miss Cherry Moonlight, die Repräsentantin der AIDS-Hilfe, war ein begehrtes Fotomodell. Im Gespräch mit Passanten herzte die große Dame liebevoll und elegant. "Wir leisten heute wichtige Öffentlichkeitsarbeit ganz nah an den Menschen und werben für die Akzeptanz von HIV-Positiven. Und ja, wir sind politisch unterwegs, so wie viele andere auf diesem CSD auch", sagt die Drag Queen aus der Lausitz.
Nicht zu übersehen war der kleine Bollerwagen der AIDS-Hilfe. Auf ihm führt der Verein einen Storch mit. Der gefiederte Hingucker symbolisiert die Freiheit des Lebens, ganz gleich, wie gelebt wird. Gezogen wird der Wagen von der Vorstandsvorsitzenden Renate Müller. Die Ehrenamtliche ist stolz auf ihr Team, das sich Jahr für Jahr nach Berlin aufmacht, um für Akzeptanz zu werben. "Für uns ist der CSD Berlin ein großes Ereignis. Wir nutzen die Gelegenheit, um auf das gesellschaftliche Tabu-Thema Aids aufmerksam zu machen und regen zum Nachdenken an", sagt Müller.
Noch immer werden Menschen mit HIV/Aids diskriminiert. Ob am Arbeitsplatz oder im Alltag; Positive Menschen werden ganz schnell an den Rand unserer Gesellschaft gedrückt. Mit Öffentlichkeitsarbeit versuchen die Ehrenamtlichen auf die Problemlagen aufmerksam zu machen und werben für gegenseitigen Respekt.
Die Demo endete an der Siegessäule. Hier wurde getanzt, gefeiert und an allerlei Ecken sorgten Menschen für das leibliche Wohl. Die Ehrenamtlichen waren sichtlich zufrieden. Der CSD Berlin war für das Team ein voller Erfolg.

Viele Fotos sind entstanden, die Einblick in die AIDS-Hilfe Arbeit geben. Viel Spaß beim Anschauen. Noch mehr Bilder findest Du unter www.fiedel78.de


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Text: Christian Müller - Fotos: Stefan Fiedler