Gesicht zeigen zum Auftakt der LesBiSchwulen T*our in Potsdam

Das Team des AIDS-Hilfe Lausitz e.V. mit Lars Bergmann (re)Foto: Stefan Fiedler

Die LesBiSchwule T*our 2015 wurde am 5. September auf dem Potsdamer Luisenplatz bei sonnigem Wetter feierlich eröffnet.

Lars BergmannLars Bergmann, Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule und trans* Belange des Landes Brandenburg war glücklich, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Ehrenamtler_innen den Weg durch's Flächenland Brandenburg auf sich nehmen, um für mehr Akzeptanz und gegenseitigen Respekt zu werben.

In seiner Eröffnungsrede machte Bergmann deutlich, dass im Land Brandenburg noch viel zutun ist. Denn Diskriminierung im Alltag, in der Schule oder am Arbeitsplatz seien noch immer ein Problem.

Die Tour führt die Engagierten in den Norden. Halt macht die Antidiskriminierungskampagne in Oranienburg, Prenzlau, Hohen Neuendorf, Henningsdorf und Templin. Überall werden Regenbogenfahnen gehisst, Infostände platziert, Workshops und Diskussionsveranstaltungen durchgeführt. Es gilt aufzuklären, Vorurteile gegenüber Fremden abzubauen und Gesicht zu zeigen.

Die Eröffnung war getragen von Grußworten und Kreativität. Moderatorin Miss Cherry Moonlight freute sich über abwechslungsreiche Aktionen, viel "bunt" und liebevolle Menschen. Die Drag Queen des Cottbuser AIDS-Hilfe Lausitz e.V. war mit ihrem Team angereist um Gesicht zu zeigen. "Dieser Tag bietet Gelegenheit, inne zu halten und Kooperationen bewusst zu erleben", sagte Moonlight.

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Die Toureröffnung wurde bereichert von gutem Wind und vielen liebevollen Worten und Wünschen. Es wurde deutlich, dass im Land Brandenburg einige Projekte in Bewegung sind, um das Leben von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Intergeschlechtlichen und anderen queeren Menschen zu verbessern. Etwa die LesBiSchwule T*our oder der CSD in Cottbus. Doch Luft nach oben sei noch eine Menge.


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Vorurteile gibt es eine Menge und einige hatten die Gäste zu Papier gebracht. Während der Eröffnung wurde fleißig geschrieben und natürlich auch diskutiert. So kamen ganz unterschiedliche Aspekte von Diskriminierung zusammen.

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Auch das Maskottchen des AIDS-Hilfe Lausitz e.V. Storch Viktor kniete auf dem Boden um einige Gedanken aufzuschreiben. Der schwule Storch aus Cottbus war ganz begeistert vom Tourauftakt.

Fazit: Eine gelungene Veranstaltung. Möge der gute Wind des Tourauftakts die Ehrenamtlichen sicher an entlegene Orte tragen, um dort Menschen zu erreichen. Wir freuen uns auf die nächste LesBiSchwule T*our 2016.

Die LesBiSchwule T*our wird maßgeblich durch die Kooperation des Landesverbandes AndersARTiG und des Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V. getragen. Der AIDS-Hilfe Lausitz e.V. ist Mitgliedsorganisation von AndersARTiG.